Ihr Tier in guten Händen

Was Sie über Ihre Liebslingsrasse wissen sollten!

Der Yorkshire Terrier - ein liebenswertes Energiebündel

Viele Hundeliebhaber finden den Yorkshire Terrier unwiderstehlich, egal, ob er perfekt gepflegt bei einer Hundeausstellung auftritt oder als frecher kleiner Wildfang durch den Park springt. Dieser lebendige kleine Terrier wird oft als „niedlich“ bezeichnet, und dieses Wort trifft es ganz genau. Strahlende Augen, ein seidig glänzendes Fell, überschäumende Energie und eine Charaktergröße, die weit über die Körpergröße hinausgeht, machen den Yorkie, wie er liebevoll genannt wird, zu einem der beliebtesten Hunde auf der ganzen Welt.
Ein lebhafter, kluger kleiner Terrier mit einem intelligenten Gesichtsausdruck und einer furchtlosen Persönlichkeit.
Die Herkunft des Yorkshire Terriers ist jedoch alles andere als „niedlich“. Wie die meisten Hunderassen wurde auch der Yorkie nicht ohne Grund gezüchtet. Er sollte in den neuen Industriegebieten im Nordengland des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts vor allem als Ratten- und Mäusefänger herhalten. Ziel war die Züchtung einer Hunderasse, die über die Zähigkeit, Jagdinstinkte und Unabhängigkeit klassischer Terrier verfügt, jedoch klein genug ist, um in die Lebensräume von Nagetieren eindringen zu können.
Heute sieht man den Yorkie in zwei Varianten: der ungestüme kleine Terrier, vielleicht etwas zerzaust, der mit einer natürlichen Neugier und lebhaftem Temperament neben seinem Besitzer herrennt und versucht, Schritt zu halten; und der hübsch hergerichtete Ausstellungshund mit dem Schleifchen am Kopf, dessen langes, glattes, seidiges Haar gleichmäßig herabhängt. Ganz gleich, welche Beschreibung auf Ihren Yorkie zutrifft, er wird für Ihre Zuneigung dankbar sein, denn er ist ein kleiner Hund, der viel Aufmerksamkeit braucht. Er begrüßt alle Besucher mit einem Bellen und entlockt den meisten Menschen ein Lächeln, wenn sie seine zierliche Statur und seine starke Persönlichkeit bewundern. 

Der Englische Cocker Spaniel - ein intelligenter und sensibler Begleiter

Der Englische Cocker Spaniel ist ein mittelgroßer Hund mit kompakter und muskulöser Statur, lebhaft, intelligent und vielseitig begabt. Seine Erbanlagen sind verantwortlich für seine Neugier und seine Freude am Spiel, vor allem an Apportierspielen. Trotz seiner Herkunft als zäher Jagdhund und seiner robusten Statur ist der Cocker ein sanfter Hund, der Menschen mag und sehr liebevoll mit ihnen umgeht. Der Englische Cocker Spaniel als Rasse entstand im 19. Jahrhundert, obwohl seine Abstammung mehrere hundert (wenn nicht gar tausend) Jahre bis zu den Urformen des Spaniels zurückverfolgt werden kann. Während dieses langen Zeitraums wurde der Name Spaniel als Oberbegriff für eine bestimmte Art von Jagdhund verwendet. Später wurde zwischen Wasserspaniels und Landspaniels unterschieden. Landspaniels teilten sich dann weiter in „sitzende“, die ihrem Besitzer Wild anzeigten, und in „Springer“, die Jagdvögel für den Jäger aufscheuchten. Diese „Springer“-Spaniels waren die Vorläufer aller modernen stöbernden Spaniels. Die Welpen eines Wurfs wurden nach ihrer Größe für unterschiedliche Aufgaben selektiert. Die größeren Hunde, die „Springer“, stöberten größere Vögel auf, während die kleineren Hunde zum Aufscheuchen kleinerer Vögel, vor allem Waldschnepfen (engl. woodcock), im dichten Unterholz genutzt wurden. Die kleineren Hunde erhielten daher den Namen „Cocker“. Erst 1892 wurde der Cocker Spaniel von The Kennel Club of Great Britain offiziell als eigene Rasse anerkannt, und die Stammbäume der Springer und Cocker wurden getrennt. Robuste, sportliche Hunde mit munterem, anhänglichem Charakter. Der Englische Cocker Spaniel wird zwar immer noch für die Jagd eingesetzt, doch heutige Cocker sind eher beim Durchstöbern der Büsche und Hecken im Stadtpark anzutreffen. Seine fröhliche Natur und sein familienfreundliches, offenes Verhalten machen den Cocker Spaniel vor allem bei Kindern sehr beliebt.

Der Boxer - aktionsgeladener Spielkamerad, furchtloser Beschützer

Der Boxer beeindruckt durch die herrliche Symmetrie seines Körperbaus. Mit seinem starken Knochengerüst und den kräftigen Muskeln wirkt er fast wie ein Standbild, gekrönt von seinem einmalig ausdrucksvollen Kopf. Mit seiner Mimik kann er von Neugier über sanfte Ergebenheit bis zu frecher Verspieltheit alles ausdrücken. Dank dieser Eigenschaft wächst er wohl so vielen Familien in aller Welt ans Herz. Sie verlieben sich in einen Hund, der zur Unterhaltung von Familien und Kindern wie geschaffen scheint, dessen Geschichte jedoch auf einen arbeitsorientierten und alles andere als fügsamen Hund deutet. Treue, liebevolle Hunde mit stattlicher Statur und edler Haltung. Der Stammbaum der noch relativ jungen Rasse geht auf den Brabanter Bullenbeißer zurück, einen deutschen Jagdhund. Diese Rasse gibt es schon lange nicht mehr, doch es waren starke, bewegliche Hunde mit kräftigem Biss und der Fähigkeit und dem Mut, die Wildschweine anzugreifen und festzuhalten, die ihre Herren jagten. Das genaue Datum, an dem die Züchtung des modernen Boxers begann, ist nicht belegt, es wird jedoch in der Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Im gesamten 20. Jahrhundert wurde diese Rasse als vielseitiger Arbeitshund eingesetzt, darunter bei der Polizei, als Wach, Such- und Rettungshund sowie als etwas ungewöhnlicher Blindenführhund. Auch in Vielseitigk eitsprüfungen für Gebrauchshunde erwies er sich als hervorragend geeignet. Im 21. Jahrhundert ist der Boxer in erster Linie ein Familienhund. Die Zuwendung einer Familie beantwortet er großherzig, mit grenzenloser Liebe und endloser Geduld als Gesellschafter und beim Spielen. Seine Körperkraft und Intelligenz müssen durch Bewegung und geistige Anregung befriedigt werden, damit er sich nicht langweilt, und er muss im jungen Alter ausgebildet und an Menschen gewöhnt werden, um seinen natürlichen Schutzinstinkt in die richtigen Bahnen zu lenken.

Der Deutsche Schäferhund - ein edler und mutiger Begleiter


Der Deutsche Schäferhund ist eine der bekanntesten Hunderassen weltweit. Dieser edle Hund ist treu, beweglich und intelligent, stark und furchtlos und damit ein ausgesprochen vielseitiger Hund, der in den unterschiedlichsten Rollen eingesetzt wird. Deutsche Schäferhunde sind auch hervorragende Familienhunde. Sie lassen sich leicht ausbilden, sind gehorsam und fühlen sich in menschlicher Gesellschaft und einer aktiven Familie wohl, wo sie aufgrund ihres ausgeglichenen Temperaments auch für den Umgang und das freundliche Toben mit Kindern geeignet sind.
Diese Rasse wurde erstmals Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, vor allem durch den Rittmeister Max von Stephanitz. Beim Besuch einer Hundeschau 1899 in Karlsruhe war von Stephanitz von den Eigenschaften eines bestimmten Hütehundes so angetan, dass er ihn kaufte und kurz darauf den Verein für Deutsche Schäferhunde SV gründete.
Die Rasse etablierte sich jedoch vor allem durch ihren Ruhm im Ersten Weltkrieg und gewann dadurch große Beliebtheit. Mehr als 50.000 Hunde sollen in diesem Krieg beim Roten Kreuz, als Boten- und Rettungshunde, Lastenträger, Spür- und Wachhunde eingesetzt worden sein. Ihr heroisches Verhalten führte dazu, dass viele Soldaten aus unterschiedlichen Ländern mit einem bewundernswerten neuen Gefährten nach Hause zurückkehrten.
Die Popularität der Rasse stieg in kürzester Zeit. Anfang der zwanziger Jahre stieg die Zahl der Schäferhundbesitzer deutlich an. Der SV umfasste damals schon ca. 57.000 eingeschriebene Mitglieder. Heute zählt der Verein für Deutsche Schäferhunde fast 80.000 Mitglieder.
Heute gilt der Deutsche Schäferhund als der Arbeitshund schlechthin. Er wird in vielen verschiedenen Organisationen eingesetzt, u. a. von Regierungen und Ordnungshütern, wo er als Spür- und Wachhund, für Polizeiarbeit, zum Auffinden von Drogen, beim Militär und als Such- und Rettungshund fungiert. 

Der Golden Retriever ein hervorragender
                          Familienhund 
 
Golden Retriever gehören zu den Hunderassen, die sich perfekt ins Familienleben einfügen. Mit seinen schönen Proportionen und dem großen Wuchs ist der Golden Retriever robust und doch elegant, mit sanfter Kraft und grazilen Bewegungen. Seine liebevolle, anhängliche Natur macht ihn zum idealen Familienhund, denn er liebt Kinder und tobt gern mit ihnen, ist aber bei richtiger Erziehung sehr gehorsam.
Seine Sanftheit und sein ausgeglichenes Temperament gehören zu den klassischen Eigenschaften, die seit der Einführung der Rasse Mitte des 19. Jahrhunderts beibehalten wurden. Die Ursprünge dieser noch relativ jungen Rasse reichen weiter zurück, zu verschiedenen Urahnen, deren körperliche und geistige Eigenschaften sich in dem Hund vereinigt haben, den wir heute als Golden Retriever kennen.
Die ersten Schritte zur Züchtung einer neuen Retriever-Linie wurden in Schottland von Sir Dudley Majoribanks unternommen. Wie viele andere Züchter strebte er eine Kombination bestimmter Eigenschaften für seine Jagdhunde an, darunter die Fähigkeit, beim vorsichtigen Apportieren von Wild eigenständig in Wasser und dichter Vegetation zu arbeiten.
Im Laufe der Jahre haben die sozialen Fähigkeiten dieses Hundes, sein feiner Geruchssinn, seine Intelligenz, sein Selbstbewusstsein und seine Lernfähigkeit dazu geführt, dass er in vielen verschiedenen Bereichen als Arbeitshund eingesetzt wird. Unter anderem arbeiten Golden Retriever als Blindenführ- und Therapiehunde sowie als Spürhunde und beim Auffinden von Drogen und Brandherden. Natürlich wird diese Rasse aber auch weiterhin in ihrer ursprünglichen Aufgabe als Apportierhund eingesetzt.
Obwohl der Golden Retriever ursprünglich als Jagdhund gezüchtet wurde, zeichnet er sich durch ein ausgesprochen sanftes Wesen aus. Diese Hunde sind ausgeglichen und gleichermaßen intelligent und lernwillig. Daher lassen sich Golden Retriever leicht ausbilden und schneiden bei Gehorsamkeitsprüfungen besonders gut ab.

Der West Highland White Terrier ein eifriger und treuer Begleiter



Der West Highland White Terrier oder Westie ist ein kleiner Hund mit ganz besonderem Charakter. Hinter seiner kompakten Gestalt mit nur 28 cm Höhe und weniger als 10 kg Gewicht verbirgt sich eine kräftige, robuste Natur. Mit diesen körperlichen Eigenschaften geht ein munteres, unabhängiges Wesen einher, das ihn zu einem entschlossenen, hartnäckigen Jäger macht, aber auch zu einem freundlichen, verspielten Gefährten in der heute für ihn typischeren Umgebung – der Familie. Lebhafte, freundliche Hunde mit einem fröhlichen, neugierigen Wesen. Terrier wurden ursprünglich im Mittelalter, vor allem auf den Britischen Inseln, für die Jagd auf kleine Nagetiere und Ungeziefer gezüchtet. Die kleinen Energiebündel waren tapfer und widerstandsfähig, dazu intelligent, erziehbar und unabhängig genug, um jenseits des Gesichtsfeldes und außerhalb der Rufweite ihrer Herrchen zu arbeiten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der White Scottish Terrier Club gegründet, und im Oktober 1904 wurde der erste West Highland White Terrier beim Scottish Kennel Club ausgestellt. Drei Jahre später wurde die neue Rasse beim English Kennel Club registriert und der moderne Rassenstandard festgelegt. Sein häufiges Auftreten bei Hundeschauen und die lebhafte Natur des Westies, seine aufmerksame Haltung und der freundliche Charakter führten zu einem allmählichen Anstieg seiner Beliebtheit, und die Rasse war immer häufiger anzutreffen. Heutige Westies gelten als leichter erziehbar als andere Terrier und dabei freundlicher und liebevoller. Daher eignen sie sich hervorragend als Haustiere für Familien und als Wachhunde.